Verschiedene Positionen im Online Marketing – Ein Überblick:

Online Marketing: richtige Stellenbeschreibung

Online Marketing oder Digital Marketing sind für jedes moderne Unternehmen ein Muss. Welche Rolle man dabei besetzen sollte, ist dabei gar nicht so eindeutig, wie man es vermuten würde. Selbst unter Personalern und Recruitern herrscht oft Ratlosigkeit, was die verschiedenen Positionen betrifft.

Das Problem ist zum einen, dass es im Digitalmarketing verschiedene Aufgabenbereiche gibt und zum anderen, dass es eine ganze Reihe an Rollen und entsprechenden Begrifflichkeiten gibt, die oft für mehr Verwirrung als Klarheit sorgen.

Die Frage, die sich vielen Unternehmen aufzwängt:

Online Marketing – Was brauche ich? Brauche ich einen Texter, einen SEO Experten oder einen Redakteur? Oder vielleicht doch eher einen SEA Manager, Social Media Manager oder Digital Marketing Specialist?

Gute Frage! Nach diesem Artikel sollten Sie in der Lage sein, diese sie zu beantworten.

Im Online-Marketing einen Überblick zu behalten ist eine Herausforderungn
Welche Stelle soll man im Online-Marketing besetzen? Die Auswahl ist groß.

Sie werden schnell merken, dass die Übergänge zwischen den verschiedenen Rollenbeschreibungen fließend sind. Man kann die Aufgabenbereiche im Online Marketing nicht immer strickt trennen und je nach Situation fallen im Online Marketing oft Aufgaben an, die rein theoretisch verschiedenen Positionen angehören. Das schlägt sich auch in den hier beschriebenen Rollen nieder. Diese können deshalb keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder Richtigkeit erfüllen.
 

Wichtig ist, dass Sie sich der Missverständnisse bewusst sind, wenn es um Positionen und verschiedene Rollen im Digitalmarketing geht. Achten Sie immer ganz genau auf die Anforderungen und stellen Sie sicher, dass Ihre Stellenbeschreibung genau jene Aufgaben beschreibt, die Teil der Position sein sollen. Unabhängig davon, welchen Titel Sie der Position am Ende geben.

Vorneweg ein paar Begrifflichkeiten:

SEO = Search Engine Optimization = Suchmaschinenoptimierung

SEA = Search Engine Advertising = Suchmaschinenwerbung

SEM = Search Engine Marketing = Suchmaschinenmarketing (dazu gehören SEO und SEA)

Aufgabenfelder und Unterschiede der Stellen im Online Marketing:

SEO Manager

Hauptmerkmal: Theoretisches Wissen und praktische Umsetzung der Suchmaschinenoptimierung

Von SEO Managern wird in der Regel gefordert, dass sie sich sowohl mit der praktischen als auch der theoretischen Seite von SEO auskennen. Zum einen haben sie also redaktionelle Aufgaben zu bewältigen, wie die Content-Erstellung oder Content Verwaltung, aber auch die technische Umsetzung aller SEO Aspekte. Voraussetzung dafür ist unter anderem der Umgang mit verschiedenen Content Management Systemen (CMS).

Viele erwarten von einem SEO Manager die Fähigkeiten eines Allrounders. Er ist manchmal von der Entwicklung der SEO-Strategie über die Erstellung des SEO Contents und Veröffentlichung bis hin zur Analyse der KPIs (Key Performance Indicator) zuständig. Schrauben Sie Ihre Erwartungen allerdings nicht zu hoch. Suchmaschinenoptimierung zeichnet sich durch eine stetige Weiterentwicklung und Veränderung aus. SEO Manager lernen jeden Tag dazu.

SEO Specialist

Der Begriff SEO Specialist wird meist synonym mit dem Begriff SEO Manager verwendet. Manchmal ist mit SEO Specialist auch der SEO Consultant (siehe unten) gemeint. Je nach Quelle wird unterschieden oder alles in einen Topf geworfen. Deshalb gilt für Unternehmen: Seien Sie in der Beschreibung der Aufgaben so spezifisch wie möglich. Nur so kann ein Bewerber erkennen, ob er die passenden Kenntnisse und Skills mitbringt.

SEO Experte

Hauptmerkmal: Theoretisches Wissen (nicht zwingend praktische Umsetzung)

SEO Experten kennen sich mit allen Aspekten der Suchmaschinenoptimierung aus. Sie sind keine Content Creator oder Texter (was vom SEO Manager auch erwartet wird), sondern Experten, was die technischen Aspekte der Suchmaschinenoptimierung angeht.

SEO-Experten wissen, was funktioniert, entwickeln eine SEO-Strategie und können die relevanten Informationen lesen, um Content auf seine Effektivität zu analysieren. Sie kennen sich mit den Tools und Funktionen der Suchmaschinen aus, etwa der Google Search Console oder Google Analytics und haben ein tiefes Verständnis dafür, wie Kennzahlen zu deuten sind. Auch kennen sie sich mit den technischen Aspekten von SEO aus und wissen, wie eine Seite aufgebaut sein muss, um suchmaschinenfreundlich zu funktionieren.

Der SEO Experte wird manchmal mit dem SEO Manager und manchmal mit dem SEO Consultant oder Analyst gleichgesetzt. Analysieren Sie Positionen und Stellenbeschreibung deshalb auf ihre spezifischen Aufgaben, um Missverständnissen vorzubeugen.

SEO Consultant

Hauptmerkmal: Fundiertes theoretisches Wissen / Beratende Funktion (in der Regel extern)

Aufgrund der technischen Expertise bieten SEO Experten häufig eine beratende Funktion an, da sie ihr Wissen und Know-how besser verkaufen und somit besser wirtschaften können, wenn sie gleichzeitig mehrere Kunden beraten. Deshalb nennen diese sich dann meist SEO Consultants.

SEO Consultants stehen Ihren Kunden sowohl was Strategie Aspekte angeht als auch auf technischer Ebene mit Expertenwissen zur Seite.

SEO Consultants sind eine gute Option, wenn Sie keine neue Stelle besetzen, aber dennoch mit Expertenwissen SEO betreiben wollen. Statt der Option eines laufenden Gehalts für einen Mitarbeiter kann man bei einem SEO Consultant gezielt punktuelle Beratungsgespräche buchen.

Der Vorteil eines SEO Consultants ist, dass dieser meist up to date ist und über neue Entwicklungen und Trends Bescheid weiß, weil er sich auf dem Laufenden halten muss, um wertvollen Rat geben zu können, aber auch weil er jede Menge Input aus verschiedenen Branchen bekommt, was seinen Erfahrungsschatz vergrößert.

SEO Analyst

Hauptmerkmal: Fundiertes, theoretisches Wissen und analytische Fähigkeiten (meist intern besetzt)

Der SEO Analyst ist im Gegensatz zum SEO Manager nicht in der Ausführung des Projekts, sondern in der Planung, Analyse und Auswertung tätig. Dazu gehört die Analyse von Keywords und Content Trends, die Entwicklung von Vorschlägen für die SEO-Strategie oder auch des User Experience Designs.

Eine Zahlenaffinität und ausreichende Kenntnisse in der Statistik sind hier meist von Nöten, weil ständig Daten ausgewertet und analysiert werden müssen. Während der SEO Consultant meist ein externer Mitarbeiter ist, wird die Stelle des SEO-Analyst in der Regel intern besetzt und fokussiert sich überwiegend auf die statistische Performance Analyse. Auch hier wird der Begriff oft mit anderen verwechselt oder synonym verwendet.

Redakteur

Hauptmerkmal: Theoretisches Fundament und praktische Umsetzung – Fokus auf Strategie- & Content (verfügt nicht zwingend über SEO Kenntnisse)

Ein Redakteur ist hauptsächlich dafür zuständig, einen Überblick über die Contentstrategie zu haben, diese (mit-) zu entwickeln und passenden Content zu schaffen oder in Auftrag zu geben, diesen inhaltlich zu prüfen und sicherzustellen, dass er mit der Strategie, den Unternehmenszielen und der Corporate Identity übereinstimmt sowie ein Auge auf die dynamische Entwicklung des Marktes und des daraus hervorgehenden Contents zu haben.

Journalistische Tätigkeiten, Themenwahl, Planung, Redigieren, Delegieren und Erstellung von Content sind Aufgaben des Redakteurs. Der Redakteur ist oft auch die Anlaufstelle für diejenigen, die wissen wollen, welche Content-Strategie verfolgt wird, welchen Content man dazu benötigt und was bereits implementiert wurde oder in Planung ist.

Online Redakteur

Hauptmerkmal: Siehe Redakteur + Onlineaffinität

Im Allgemeinen kommt dem Online Redakteur die gleiche Aufgabe wie dem (Offline) Redakteur zu. Geht es um einen Online Redakteur, wird zudem nicht selten erwartet, dass er sich mit den verschiedenen Content-Management-Systemen (CMS) und sozialen Medien auskennt, da dies ein wichtiger Bestandteil des Online Marketing ist.

Man muss zum Beispiel relevante Überschriften als solche markieren, interne Links ordnungsgemäß implementieren können und dafür sorgen, dass das Layout des Artikels, wie es am Ende vom Endnutzer konsumiert wird, ansprechend gestaltet ist.

Dieser Aspekt ist immer dann heikel, wenn man verschiedene Nutzer auf einer Website agieren lässt, da schnell Fehler gemacht werden, die dann mühsam analysiert und korrigiert werden müssen. Das ist ganz schlecht für SEO, weil die Suchmaschine dann Fehler auf der Website erkennt und eventuell im Ranking herabsetzt. Meist empfiehlt es sich, nur Mitarbeiter an eine Website zu lassen, die wissen, was sie tun. Redakteure und Content Writer können das nicht zwingend.

Wer auf Nummer sicher gehen will, stellt sich in der Form auf, dass Content immer an einen Experten weitergegeben wird, der sich dann um die Implementierung und Veröffentlichung in dem Content Management System kümmert. Tut man das nicht, so kann es schnell zu einem erheblichen Mehraufwand für den Webmaster kommen, der genervt die Fehler der anderen immer wieder aufs Neue korrigieren muss.

SEO-Texter/ Content Writer